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ÖGB-Ökonom kritisiert
Sparkurs, AJ, 14.4.2011
Das jüngste Opfer der
Finanz- und Schuldenkrise in Europa ist Portugal. Dem Land stehen jetzt
schmerzliche soziale Einschnitte bevorstehen, um die Bedingungen der Europäischen
Union und des Internationalen Währungsfonds für Finanzhilfe
zu erfüllen. Harte Kritik am strengen Sparkurs, den die Europäische
Union verordnet, kommt von den Europäischen Gewerkschaften, auch
der ÖGB schließt sich diesen Einwänden an.
Die strengen Sparauflagen der Europäischen Union für finanzschwache
Staaten gehen nach Meinung des ÖGB in die völlig falsche Richtung,
warnt der leitende Sekretär Bernhard Achitz in Brüssel. Denn
Portugal, Griechenland und andere klamme Staaten werden durch Eingriffe
in die Löhne und in die Sozialpoliti in eine verhängnisvolle
Abwärtsspirale gezwungen, die eine Erholung unmöglich macht
und das europäische Projekt ernsthaft beschädigt.
CUT 2
Der Chefberater des Europäischen Gewerkschaftsbundes Ronald Janssen
wirft den Regierungen der Europäischen Union vor die Finanzkrise
für Sozialabbau und die Einschränkung der Tarifautonomie zu
missbrauchen:
CUT 4
Die Gewerkschaftsvbertreter hoffen, dass die geplanten eisernen Regeln
der gemeinsamen europäisch korrdinierten Wirtschaftspolitik nächste
Woche durch das Europaparlament entschärft werden. Sozialer Mindeststandards
sind von den EU-Regierungen bisher nach Meinung der Gewerkschaften viel
zu wenig betrieben worden.
CUT 5
Sanktionen gegen Budgetsünder halten die Gewerkschaftsvertreter für
falsch, das verschärft nur die Notlage der betroffenen Staaten.
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