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4 Jahre Irakkrieg-Demonstration
in Washington, ZiB 1, 17.3.2007
Was koennen denn solche Demonstrationen
bewirken, nachdem schon mehrere Versuche im Kongress gescheitert sind
einen Truppenrueckzug einzuleiten?
Die Entscheidungsfindung im Kongress ist schwierig, das ist richtig.
Aber diese Demonstrationen koennen in der gegenwaertigen Situation wahrscheinlich
mehr bewirken, als frueher.
Weil die politische Situation offener geworden ist in den USA.
Im letzten Jahr hat es wirklich einen Meinungsumschwung gegeben in den
USA. Die Antikriegsstimmung ueberwiegt jetzt.
Diese Demonstrationen heute druecken viel mehr aus, was die amerikanische
Bevoelkerung denkt, als das beim Beginn des Krieges, der damals ja noch
sehr populaer war.
Der Druck auf Politiker sowohl bei den Demokraten als auch bei den Republikanern
einen Ausweg zu finden waechst und die Mobilisierungen wie heute haben
da einen wichtigen Anteil.
Warum dann so schwer Abzug wirklich zu beginnen, jetzt werden ja immer
mehr Truppen geschickt?
Weil man die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat, dass es doch einen Ausweg
gibt, der keine totale Niederlage ist.
Vor 40 Jahren hat genau hier eine grosse Demonstration gegen den Vietnamkrieg
stattgefunden. Das war 1967.
Verlassen haben die Amerikaner Vietnam erst 8 Jahre spaeter.
So lange wird es im Irak hoffentlich nicht dauern, bis man eine Loesung
gefunden hat.
Aber es ist allen Beteiligten bewusst, wie wichtig geopolitisch der Irak
ist, als reiches Oelland und im Herzen des explosiven Nahen Ostens.
Fuer die USA ist der Irak sicher viel wichtiger, als Vietnam vor 40 Jahren.
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