Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Außenminister zu Serbien, ZiB 1, 29.4.2008


Zwischen der EU und Serbien ist
heute überraschend ein Annäherungsabkommen unterzeichnet worden -
in Luxemburg durch die EU-Außenminister und Vertreter Serbiens.
Und das ist zwei Wochen vor den serbischen Parlamentswahlen ein
positives Signal an die pro-westlichen Kräfte in Belgrad.
Der Entführungsfall in Österreich bleibt mediales Thema Nummer
Eins - auch im Pressesaal der Europäischen Union in Luxemburg. Die
Außenminister nehmen einen neuen Anlauf, um die Beziehungen zu
Serbien zu verbessern. Eigens eingeflogen: Serbiens
EU-freundlicher Präsident - um das Abkommen zu unterzeichnen, das
seinen Parteifreunden im Wahlkampf helfen soll und dem Land den
Weg in die EU ebnen könnte.Aber seit Monaten tobt der Streit um
die Unabhängigkeit des Kosovo, oft mit Fanatismus und Gewalt.
Die Nationalisten fühlen sich im Aufwind, und mit der EU wollen
sie nichts mehr zu tun haben. Dass die gesuchten Kriegsverbrecher
Mladic und Karadzic noch immer in Freiheit sind überschattet
weiter die Beziehungen. Plassnik Ursula (ÖVP):
Wir wollen dieses wiedervereinigte Europa, wir wollen auch dieses
versöhnte, wieder-versöhnte Europa, denn die Versöhnung am Balkan
ist das große Thema, an dem wir arbeiten.Text RL:
Der heutige Schritt führt Serbien näher an die Perspektive eines
zukünftigen EU-Beitritts heran. Wenn sich in Belgrad trotzdem die
Ultranationalisten durchsetzen, dann kann die EU zumindest sagen,
dass sie alles nur Mögliche getan hat, um der serbischen Nation
entgegenzukommen.

 

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