Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Börsenkrach und EU, MiJ, 22.1.2008

Nur ja die Ruhe bewahren, das ist die Devise der EU-Finanzminister angesichts des weltweiten Börsenkrachs. Gerade wenn sich rundherum alles dreht, darf man nicht den Kopf verlieren, appelliert Frankreichs Christine Lagarde. Jean Claude Juncker, der luxemburgische Ministerpräsident und Vorsitzende der Eurogruppe ätzt, wenn die Finanzmärkte irrational agieren, dann heißt das noch lange nicht, dass die Finanzminister es ihnen nachmachen müssen. Außer besorgt zu sein können die Regierungen in Europa offensichtlich nur wenig tun.
Die Rezessionsängste, die den gegenwärtigen Absturz an den Börsen ausgelöst haben, beziehen sich auf die Vereinigten Staaten, mit deren Situation sei die Lage in Europa nicht zu vergleichen.
Wir sind optimistisch, dass sich die Auswirkungen dieser Turbulenzen auf den Finanzmärkten auf die reale Wirtschaft in Europa in Grenzen halten werden, urteilt Finanzkommissar Joaquin Almunia.
Aber auch der Finanzkommissar weiß, dass neue schlechte Nachrichten aus den USA auch das Wachstum in Europa reduzieren werden. Dank des Stabilitätspaktes und den gesunden Staatshaushalten wäre man aber für Krisen besser gerüstet als die amerikanischen Partner, heißt es in Brüssel.
Ein Konjunkturbelebungsprogramm, wie es in Washington geschmiedet wird, sei nicht aktuell, beteuert der Chef der Eurogruppe Jean Claude Juncker.
Eine Rezession in den USA ist möglich, aber dass daraus ein weltweiter Konjunktureinbruch wird, glaubt man in Brüssel/der Finanzkommissar nicht.



 

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