Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Blair bei Bush, ZiB 1, 12.11.2004

Als ersten Regierungschef nach seiner Wiederwahl hat George Bush heute den britischen Premierminister Tony Blair empfangen. Die Situation im Irak und der Nahe Osten nach dem Tod Jassir Arafats sind die wichtigsten Themen. Blair moechte Bush zu einer aktiveren Rolle im israelisch palaestinensischen Konflikt draengen.
Das Ende der Aera Arafat birgt neue Friedenschancen , darin ist man einig
Palaestinensischen Praesidentschaftswahlen wollen die USA aktiv unterstuetzen, und mit einer Palaestinenserfuehrung zusammenarbeiten, die gegen den Terror kaempft.
Der israelische Rueckzug aus Gaza ist ein Anfang, ergaenzt Blair, danach muss es umfassende Friedensverhandlungen geben, um zu einem demokratischen Palaestinenserstaat zu kommen.
Ein demokratischer Palaestinenserstaat innerhalb seiner neuen Amtszeit, das sei moeglich und dafuer will g.bush das politische Kapital Amerikas einsetzen.
Wenig Grund zum Optimismus bietet dagegen der Irak. Noch immer wird gekaempft in der zerstoerten Stadt Falludscha. Blutige Zwischenfaelle im ganzen Land zeigen, wie gross die Gefahr einer landesweiten Aufstandsbewegung geworden ist. Die Gewalt koennte durchaus noch zunehmen vor dem Wahltermin im Jaenner, warnt der Praesident.
Um die gespannten Beziehungen zu den Verbuendeten zu verbessern will Bush Anfang naechsten Jahres nach Europa reisen.
In Washington hat man lange gemeint, dass der Weg nach Jerusalem ueber Bagdad fuehrt, dass also die Beseitigung Saddam Husseins entscheidend sein wird um den Nahostkonflikt zu loesen.
Diese Hoffnung hat sich nicht erfuellt.
Die Regierung Bush muss nun entscheiden, ob sie aus ihrem grundsaetzlichen Ja zu einem Palaestinenserstaat mehr machen will, als ein unverbindliches Versprechen.

 

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