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Bush auf Europareise,ZiB
3, 21.2.2005
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Wunsch, das angeschlagene Verhaeltnis zu den Europaern wieder zu verbessern,
sicher ernst gemeint.
Schon vom Beginn dieser zweiten Amtszeit des Praesidenten Ziel abgezeichnet:
Krise in transatlantischen Beziehungen zu ueberwinden, die erste Amtszeit
ueberschattet hat.
Das heisst nicht: das jetzt neuer George Bush.
Aber in Washington sagt man: das waren aussergewoehnliche Jahre, Kriegsjahre
mit Angriffe 11.September.
Jetzt neue Situation, und man kann doch nicht ewig ueber Irakkrieg streiten.
Und Idee, die auch Rueckhalt in der Bevoelkerung hat.
Wenn Amerikaner glauben, dass ihre nationalen Interessen bedroht, dann
wollen sie sich von niemandem dreinreden lassen.
Aber als imperiale Macht alleine fuer Ordnung in Welt verantwortlich zu
sein, das wollen sie auch nicht.
Das ist Stimmung, die hinter riesigem Aufwand dieser Reise steckt.
Welches die Knackpunkte der transatlantischen Beziehungen in Zukunft sein
werden?
Interessanterweise: nicht mehr der Irak ist.
Beide Seiten mit den neuen Realitaeten abgefunden.
Amerikaner wissen: mehr als bescheidene Beitraege wie Ausbildung von Polizeioffizieren
oder Richtern von Europaern nicht zu bekommen.
Schwieriger bei der Iranpolitik.
USA unterstuetzen die Europaer zwar bei Verhandlungen, um Bau iranischer
Atombomben zu verhindern, aber nicht direkt beteiligt.
Grosse Frage: was, wenn Verhandlungen scheitern?
Das in kommenden Monaten erweisen.
USA dann harten Kurs im Alleingang?
Eventuell auch mit Waffengewalt, oder gemeinsames Vorgehen.
Das Schluesselfrage, die zeigen wird, ob diese neue Partnerschaft auch
in Praxis funktioniert.
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