Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Bush reagiert auf Gefangenenmisshandlungen, ZiB 1, 5.5.2004


Zur Schadensbegrenzung muss jetzt der Praesident hoechstpersoenlich eingreifen.
Denn zu einem verheerenden Symbol fuer die Fehlentwicklung seines gesamten Irakkrieges,
sind diese Bilder geworden. Tagelang hat man ihre politische Sprengkraft in unterschaetzt.
Dem arabischen TV/Sender der amerikanischen Regierung versichert George Bush heute, was in diesem Gefaengnis passiert ist, repraesentiert nicht Amerika.
Eine Schande seien solche Praktiken und voellig unakzeptabel.
Der politisch zustaendige Pentagonchef spricht von unamerikanischen Methoden. Aber entschuldigen will er sich nicht.
Dass sein Ruecktritt bevorsteht muss das Weisse Haus dementieren.
Empoerte Irakis heute vor dem riesigen Gefaengnis von Abu Graib. Klagen ueber Uebergriffe haben die Militaerbehoerden monatelang ignoriert.
Das Militaer hat 25 Todesfaelle in der Gefangenschaft man untersucht.
Vor Gericht gestellt wurde bisher aber kein einziger amerikanischer Soldat.
Das politische Desaster, mit dem das Weisse Haus jetzt zu kaempfen hat, haengt mit der Herrenmentalitaet mancher Militaers und wohl auch dem Gefuehl der Straflosigkeit einer Besatzungsmacht. Mit dem Folterregime Saddam Hussein sind diese Misshandlungen aber nicht zu vergleichen. George Bush muss jetzt einer aufgewuehlten Oeffentlichkeit zeigen, wie gross die Unterschiede sind zwischen einer Fehlentwicklung in der Demokratie und den Praktiken einer totalitaeren Diktatur.

 

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