Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Bush's Europareise, Livegespraech ZiB 2, 23.2.2005

:
Politiker auf beiden Seiten in diesen Tagen viel politisches Kapital in verbesserte Zusammenarbeit investiert haben.
Das ist neu, wenn man an die vergangenen Jahre denkt, und in der amerikanischen Oeffentlichkeit sieht man das ganz eindeutig positiv.
Ob das wirklich neue Aera wird, wie Praesident das wuenscht, bezweifeln Viele.
Europaer agieren jetzt selbstbewusster und selbstaendiger als frueher, auch das hat sich gezeigt, daran muessen sich Amerikaner gewoehnen.
Amerikaner von offensiven Aussenpolitik auch nicht abgehen, mit Ziel Veraenderungen in Richtung Demokratie und Freiheit, wie George Bush das formuliert.
Das Europaern weiter unheimlich bleiben.
Aber dass man sich nach diesen Tagen der Gemeinsamkeiten staerker bewusst ist,
das wird es vielleicht leichter machen mit Differenzen in Einzelfragen umzugehen.
Das Zusammentreffen mit Wladimir Putin morgen wird sicher der schwierigste Teil dieser Europareise.
Der russische Praesident ist nicht jemand, der Kritik leicht vertraegt.
Aber George Bush kann es sich auf der anderen Seite nicht leisten die Probleme einfach zu ueberspielen.
Dazu ist der Druck in der amerikanischen Oeffentlichkeit zu gross.
Da heisst es, ein Praesident der Freiheit und Demokratie auf seine Fahnen geschrieben hat, kann es doch nicht ignorieren, wenn Russland in autoritaeren Kurs abgleitet.
Andererseits braucht Bush Russland.
Im Iran, wo es um Export von russischer Nukleartechnologie geht.
Genauso wie in Nordkorea, wo Russland mit ein Partner bei den Verhandlungen ist.
Es wird keine einfache Gratwanderung fuer George Bush.

 

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