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Bush's Kandidat fuer das Hoechstgericht:
John Roberts, ZiB 1, 20.7.2005
Seit langem ist ein Rechtsruck
im amerikanischen Hoechstgericht das Ziel der regierenden Konservativen.
Ein Vorhaben, gegen das Frauengruppen und Buergerrechtler immer wieder
mobilisieren.
Mit John Roberts geht der Praesident auf Nummer sicher: der Kandidat
ist ein treuer Republikaner, aber kein Hardliner. Er wird in beiden Parteien
respektiert, versichert Bush. Sein Kandidat soll Sandra Day O'Connor ersetzen,
die in dem ideologisch stark polarisierten Gericht als Zuenglein
an der Wage fungiert hat. Selbst die umstrittensten Entscheidungen wie
die Aufrechterhaltung des Rechts auf Abtreibung sind in den vergangenen
Jahren extrem knapp ausgefallen. Einen Klumpen im Hals bekomme er jedes
Mal wenn er das Gebaeude betritt, gibt sich John Roberts bescheiden. Fuer
die bevorstehenden Hearings im Senat .... kuendigen die Demokraten eine
harte aber faire Auseinandersetzung an. In den Alltag greift das Hoechstgericht
haeufig ein. Umweltschutz, Abtreibung und Sozialgesetze haengen von den
Richtern ab. Der Praesident sagt nun er hat einen Kandidaten seiner Weltanschaung
gefunden. Die Besetzung eines Obersten Richters gehoert zu den folgenschwersten
Entscheidungen jedes Praesidenten, denn Hoechstrichter werden auf
Lebenszeit bestellt. Sie amtieren viele Jahrzehnte. John Roberts weiss
die republikanische
Mehrheit geschlossen hinter sich. Die Einwaende der Demokraten bleiben
verhalten. Das gibt ihm die allerbesten Chancen.
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