Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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  Aktuelle Analysen
   

Bush's Prime Time Pressekonferenz, MoJ, 29.4.2005



Die amerikanische Innenpolitik wird zur Zeit durch eine immer unversoehnlicher werdende Frontstellung zwischen Republikanern und Demokraten beherrscht. Wenn der Praesident sich da in einer seltenen abendlichen Pressekonferenz direkt an die Buerger wendet, dann wird das Ereignis von allen grossen Fernsehsendern uebertragen.
Alles werde er tun um die explodierenden Energiepreise in den Griff zu bekommen, die die Buerger so stark belasten, versicherte der Praesident zu allererst.
Wir werden die Konsumenten vor Wucher an den Tankstellen schuetzen.
Die Oelproduzenten wollen die USA zu erhoehter Foerderung bewegen.
Langfristig setzt der Praesident auf neue Atomkraftwerke aber auch alternative Energieformen.
Eindringlich warb George Bush von Neuem fuer seine Pensionsreformplaene, die in der Bevoelkerung bisher auf so wenig Gegenliebe gestossen sind.
Auf den umstrittenen neuen privaten Pensionskonten beharrt er, aber bei zukuenftigen Pensionserhoehungen sollen sozial Schwaechere bevorzugt werden.
Details muss der Kongress aushandeln, sagte Bush. Dort sind seine Vorschlaege bisher aber eher kuehl aufgenommen worden.
Auffaellig viele Fragen gab es zu den Spannungen mit Nordkorea. Erst gestern hat ein hoher Geheimdienstchef gewarnt, Nordkorea koennte demnaechst ueber Langstreckenraketen verfuegen, die auch die USA bedrohen. George Bush beteuerte jedoch einmal mehr: gegen die nukleare Ruestung Nordkoreas wollen die USA diplomatisch vorgehen.
Es ist doch besser wenn mehrere Kim Jong Il die gleiche Botschaft schicken.
Die anhaltende Aufstandsbewegung im Irak erklaerte der Praesident mit den Schwierigkeiten beim Uebergang von einer Tyrannei zur Demokratie. Mit der neuen Regierung in Bagdad sei der Irak auf dem richtigen Weg.
Ein halbes Jahr nach seiner Wiederwahl demonstriert George Bush, dass er an seinen Prioritaeten festhaelt, auch wenn sich der Erfolg nicht unmittelbar einstellt und viele seiner Plaene bei der demokratischen Opposition auf hartnaeckigeren Widerstand stossen, als erwartet.

 

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