Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

Fenster schließen
 
  Aktuelle Analysen
   

Bush-Berater Rove unter Beschuss, ZiB 2, 18.7.2005




Der Druck wird immer staerker fuer den engsten Berater George Bushs: Karl Rove, gilt als das politische Hirn des Weissen Hauses und als einer der erfolgreichsten Vordenker der republikanischen Partei. Doch jetzt bringt jeder Tage neue Vorwuerfe gegen den Stellvertretenden Stabschef des Weissen Hauses. Der Vorwurf lautet, er habe die Identitaet einer Geheimagentin des CIA an Journalsiten weitergegeben. Das sei strafbar. Rove soll unverzueglich zuruecktreten, verlangen die Demokraten
Karl Rove, hier rechts neben dem Praesidenten, gilt als Stratege dessen ueberlegene Taktik auch den gewieftesten Gegner aus dem Gleichgewicht bringt.
Doch jetzt geraet der stellvertretende Stabschef im Weissen Haus selbst immer tiefer in den Strudel des neuesten Washingtoner Politskandals.
Ein Sonderermittler sucht nach einer undichten Stelle in der Regierung und die koennte ausgerechnet der Mann hinter dem Praesidenten gewesen sein.
Wer hat die Identitaet der CIA-Geheimagentin Valerie Plame preisgegeben, Das ist die grosse Frage.
Ihr Ehemann Botschafter Josef Wilson war ein prominenter Kritiker des Irakkrieges gewesen, an Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen hat er nie geglaubt.
Erstmals bestaetigt jetzt der Reporter Matthew Cooper im Time Magazine , dass Karl Rove eine Quelle fuer seine Artikel war.
Auch der Stabschef des Vizepraesidenten hat mit dem Time Reporter ueber den Fall gesprochen.
Genau das hat das Weisse Haus immer dementiert.
Und zwar schon seit eineinhalb Jahren.
SCOTT MCLELLAN,
Das Fernsehn wiederholt die alten Dementis.
New York Times Journalistin Judith Miller ist seit Tagen in Haft, weil sie ihre moeglicherweise hochrangigen Quellen nicht nennen will
Der Verdacht Karl Rove habe aus politisch motivierter Rachsucht gegen einen Kritiker des Irakkrieges die Identitaet einer CIA Geheimagentin preisgegeben, ueberschattet fuer die amerikanischen Reporter sogar den historischen Besuch des Ministerpraesidenten der Atommacht Indien in Washington.
GEORGE BUSH
Er moechte selbst alle Fakten wissen, beteuert der Praesident, vorher will er kein Urteil abgeben, aber sollte jemand ein Verbrechen begangen haben, dann werde der seinen Job verlieren.
Der Anlass fuer den Skandal, der dem Weissen Haus jetzt so zu schaffen macht, erscheint relativ nichtig angesichts der riesigen Probleme, die sonst aus dem Irakkrieg erwachsen sind: aber wenn ein Sonderermittler taetigt ist dann kann selbst eine Indiskretion gegenueber Journalisten schwerwiegende Folgen haben.
Karl Rove laesst ueber seinen Anwalt allerdings ausrichten, den Namen der nun enttarnten Valery Plame habe er nie genannt.

 

nach oben, Fenster schließen

 
  site by Adrian Rossmann