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Bush in Bedraengnis, ZiB 1,
14.2.2004
Noch Ende letzten Jahres schien George Bush am Hoehepunkt seiner Praesidentschaft.
Zu erfreulichen Wirtschaftsdaten kam die gute Nachricht von der Festnahme
Saddam Husseins im Irak.
Doch jetzt ist dass der Praesident ueberrschend in die Defensive geraten.
Das explodierende Budgetdefizit ueberschattet alle seine innenpolitischen
Erfolge.
Und dass die USA im Irak keine Massenvernichtungswaffen gefunden haben,
ist zu einem Glaubwuerdigkeitsproblem ersten Ranges geworden.
Nur mehr eine knappe Mehrheit der Amerikaner haelt den Praesidenten fuer
vertrauenswuerdig, deutlich weniger als im Herbst.
Zu allem Ueberdruss kommen jetzt peinliche Fragen zum Militaerdienst des
heutigen Kriegspraesidenten. Bush blieb in der Nationalgarde zu Hause,
waehrend andere nach Vietnam mussten in den Siebzigerjahren. Die Demokraten
sagen fuer mehrere Monate fehlen die Belege seines Dienstes.
Gestern abend hat das Weisse Haus ueberstuerzt alle Unterlagen freigegeben,
doch die Kritiker bleiben skeptisch.
Ein unangenehme Diskussion fuer einen Praeisdenten, der den Krieg gegen
den Terror zu seinem staerksten Thema machen will.
Und ein auffaelliger Kontrast zu John Kerry, dem fuehrenden demokratischen
Herausforderer, der in Vietnam gekaempft hat und auf seine Orden noch
heute stolz ist.
George Bush hat die republikansiche Partei und ihre finanzkraeftigen Unterstuetzer
geschlossen hinter sich, das ist eine seiner grossen Staerken
Aber die Praesidentschaftswahlen werden diesmal ein Referendum ueber den
Amtsinhaber sein. Und der politische Gegenwind der letzten Wochen hat
die Republikaner sichtlich nervoes gemacht.
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