Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Bushs Sieg, ZiB 1, 3.11.2004

Wie ueberraschend der engueltige Sieg von George W.Bush ist? Das ist nicht wirklich ueberraschend gekommen. Der gestrige Wahltag war im Endeffekt auf allen Ebenen ein republikanischer Tag. Und vom demokratiepolitischen Standpunkt aus hat George Bush diese Wiederwahl verdient, ob einem das inhaltlich gefaellt oder nicht. Dreieinhalb Millionen Stimmen Vorsprung, bei einer Rekordwahlbeteiligung, daran ist einfach nicht zu ruetteln. Dazu kommen republikanische Gewinne auch bei den Kongresswahlen und auf lokaler Ebene. Amerika ist nach rechts gerueckt gestern. Der Kurs des Praesidenten wurde bestaetigt und damit ist seine Wiederwahl eine logische Folge.
Wie ist ihm dieser Erfolg gelungen?
Es hat eine Waehlermobilisierung auf konservativer Seite gegeben, die zur allgemeinen Ueberraschung noch staerker war, als die Mobilisierung der Demokraten. Einerseits: ausgeloest durch den Wunsch nach einer starken Fuehrungspersoenlichkeit in der Situation der nationalen Krise. Als die hat sich George W.Bush praesentieren koennen, mit seinem Image des Kriegspraesidenten gegen den Terrorismus. Andererseits: weil viele Waehler einen Streiter fuer religioese, konservative Werte gesucht habe. In der Auseinandersetzung um Abtreibung und um die Forderung nach Gleichberechtigung von Homosexuellen.
Fuer die Demokraten ist das eine bedrueckende Erkenntnis, denn sie haben einen sehr engagieren Wahlkampf gefuehrt. Aber gegen den konservativen Zug der Zeit in Amerika konnten sie sich nicht durchsetzen.

 

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