| |
|
Bushs Wienbesuch, MoJ, 8.2.2006
Ein Besuch des amerikanischen
Praesidenten Bush in Wien im kommenden Sommer galt bisher als moeglich,
aber nicht sicher. Jetzt meldet die Wiener Tageszeitung "Die Presse",
dass der Termin des EU-USA-Gipfels mit 21.Juni in der oesterreichischen
Hauptstadt fix sei. Und auch ORF-Washington Korrespondent Raimund Loew
bestaetigt, auch in Washington geht man von diesem Termin aus.
Offizielle Bestaetigung gibt es in Washington fuer den Wienbesuch des
amerikanischen Praesidenten keine. Das ist laut Protokoll erst nach einer
offiziellen Mitteilung durch das Weisse Haus moeglich, die erst Ende des
Monats zu erwarten ist. Aber inoffiziell laesst man keinen Zweifel: die
amerikanische Regierung ist damit einverstanden, dass der naechste EU-USA-Gipfel
am 21. Juni in der oesterreichischen Bundeshauptstadt stattfindet. George
Bush wird an dem im Halbjahresrhythmus stattfindenden Gipfel nicht nur
selbst teilnehmen, sondern auch in Wien uebernachten. Wie ernst es der
amerikanischen Regierung mit diesen Reiseplaenen ist, das laesst sich
schon daran ablesen, dass man schon jetzt, mehr als vier Monate vor dem
Besuchstermin, sehr konkret die damit verbundenen logistischen Fragen
angeht, heisst es in der oesterreichischen Botschaft in Washington. Auch
man den Termin selbst offiziell noch nicht bestaetigen will.
Wenn ein amerikanischer Praesident ins Ausland reist, dann wird er von
bis 1000 Personen begleitet. Hunderte Beamte des amerikanischen Secrete
Service sorgen fuer seine Sicherheit, hunderte Experten, Techniker und
Berater gehoeren zusaetzlich zu seiner Begleitung. Allein im Presseflugzeug,
das Air Force One ueberall hin begleitet, sitzen zweihundert amerikanische
Reporter. Die Logistik eines solches Besuches und vor allem die damit
verbundenen Sicherheitsvorkehrungen sind riesig.
Dass ein Wien-Besuch des Praesidenten diesen Sommer moeglich ist, das
war schon laenger bekannt. Aber im Weissen Haus hatte man auch eine Verschiebung
des EU-USA-Gipfels auf Juli erwogen, dann waeren die Finnen die Gastgeber
gewesen und Bush haette direkt vom G8-Gipfel in Petersburg nach Helsinki
fliegen koennen. Oesterreich hat jedoch starkes Lobbying fuer Wien betrieben,
nicht zuletzt auch beim Besuch Wolfgang Schuessels im Weissen Haus. Und
damit war man offensichtlich jetzt erfolgreich.
nach oben,
Fenster schließen
|