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CIA Chef zurueckgetreten,
ZiB 1, 6.5.2006
Nach dem urspruenglichen Willen des Praesidenten haette Porter Goss wieder
Ruhe und Selbstvertrauen bringen sollen in die CIA Zentrale nach Langley.
Denn seit der Machtlosigkeit der Geheimdienste am 11.September, hat die
Oeffentlichkeit ihr Vertrauen verloren.
Der Irak wurde zum zweiten grossen Debakel.
Nahezu unbeschraenkte Mittel sind seither in modernste Technologie geflossen,
um Amerika zu schuetzen vor seinen Feinden.
Doch jetzt kam voellig ueberraschend die formlose Entlassung des CIA Chefs.
GEORGE BUSH
Offenherzig seien seine Ratschlaege stets gewesen, eine kaum verhuellte
Anspielung auf Spannung mit dem Weissen Haus.
Es tobte ein laehmender Konkurrenzkampf mit dem hierarchisch uebergeordneten
Direktor fuer nationale Sicherheit. Von parteipolitischer Einflussnahme
war die Rede, hochrangige Experten verliessen genervt den CIA
MICHAEL SCHEUER, EHEM. CIA MITARBEITER
Die amerikanischen Geheimdienste sind in furchtbar zerruettetem Zustand,
noch viel schwaecher als am 11.September.
Als Favorit fuer die Nachfolge gilt Luftwaffengeneral Michael Hayden,
ein langjaehriger Insider in der Welt der Agenten.
Fast im Wochentakt wechselt George Bush jetzt hohe Mitarbeiter aus. Ein
deutliches Zeichen fuer die immer groesser werdenden Risse in seiner Administration.
Der gefeuerte CIA Chef war ein treuer Parteigaenger des Praesidenten,
aber seiner Aufgabe ganz offensichtlich nicht gewachsen.
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