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Call-Girl-Skandal in Washington
DC, MoJ, 1.5.2007
Ein Sexskandal erschuettet
Washington DC. Aber nicht das Weisse Haus steht im Zentrum, wie in der
Zeit Bill Clintons, sondern die delikate Kundeliste eines verbotenen Call
Girl Rings. Die Kunden reichten in hoechste Regierungskreise, in die Wirtschaft
und das Militaer. Aus Rache dafuer, dass sie vor Gericht kam, hat die
Chefin des angeblichen Escort Services ihr dickes Telefonbuch einem Fernsehsender
uebergeben. Und jetzt beginnt das grosse Zittern in den oberen Kreisen
der amerikanischen Hauptstadt.
Das erste Opfer hat der neueste Sexskandal in Washington DC bereits gefordert:
Randall Tobias, der fuer Auslandshilfe zustaendige Stellvertretende Stellvertretende
Aussenminister der Regierung Bush nahm letzte Woche unvermutet seinen
Hut. Der konservative Familienvater war regelmaessiger Kunde eines Escort
Services, der laut Staatsanwaltschaft in Wirklichkeit als illegaler Prostitutionsring
funktioniert hat. Geoutet wurde der prominente Diplomat von der langjaehrigen
Chefin des Unternehmens, Jeane Palfrey, die sich nun vor Gericht verantworten
muss. Zwischen 1993 und 2006 hat ihre Firma huebsche Maedchen vermittelt.
Ausschliesslich fuer legale Dienste, wie Massage oder gesellschaftliche
Auftritte, sagt die Madame. Die Anklage spricht dagegen von einem gut
getarnten Call Girl ring, der Palfrey zur Millionaering gemacht hat. Letzte
Woche uebergab sie die heisse Liste dem Fernsehsender ABC. ABC sagt, ein
Wirtschaftsexperte der Regierung Bush sei ebenso darunter wie der Chef
eines konservativen Think Tanks, Wirtschaftskapitaene, Lobbyisten und
Militaers. Die angeklagte Madame will die geouteten Pomis als Zeugen der
Verteidigung aufrufen. Sie werden sicher bestaetigen, so erklaerte sie
dem Richter, dass ausser artigem Haendchenhalten und vielleicht einer
Massage sei unter ihrer Schirmherrschaft nichts passiert sei. Ganz sicher
nicht wie von der Staatsanwaltschaft behauptet Prostitution. Die ist fast
ueberall in den USA verboten.
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