Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Cheney Jagdunfall, MoJ, 13.2.2006



Die amerikanischen Fernsehsender koennen es kaum fassen. Ausgerechnet Dick Cheney, der maechtigste Vizepraesident, den es je gab, schiesst irrtuemlich auf einen Jagdfreund und verletzt den Mann schwer. Das Unglueck ist nach Angaben eines Sprechers des Vizepraesidenten schon Samstag Nachmittag passiert. Dick Cheney, der als erfahrener Jaeger gilt, war mit Freunden in Suedtexas auf Wachteljagd. Gegen halb sechs Uhr Ortszeit hat der Vizepraesident dann offensichtlich gruendlich daneben getroffen. CNN sagt der 78jaehrige texanische Anwalt Harry Whittington sei von mehreren kleinen Schrottkugeln getroffen worden. Gluecklicherweise gab es im Gefolge des Vizepraesidenten einen Arzt, der erste Hilfe leisten konnte. Das Opfer ist unmittelbar danach in ein Spital in der Stadt Corpus Christi eingeliefert worden, wo ihn Dick Cheney auch bereits besucht hat. Whittington ist ausser Lebensgefahr. Die suedtexanische Ranch, auf der Cheney eigentlich Wachteln schiessen wollte ist bei Jaegern sehr beliebt. Auch der Vizepraesident war schon oefters dort zu Gast. Die amerikanischen Medien fragen jetzt, wieso das Buero des Vizepraesidenten mehr als 24 Stunden gewartet hat, bevor die unangenehme Nachricht bestaetigt wurde. Kathrine Armstrong, der die Ranch gehoert, auf der das Unglueck passiert ist, gab sich gelassen. So etwas passiert eben manchmal, meint die passionnierte Jaegerin. Sie sei auch schon mehrmals getroffen worden.


 

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