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Debatten nach Massaker in
Virginia, ZiB 24, 18.4.2007
Bewegt sich etwas in der Debatte
um die Waffengesetze?
Die Befuerworter strengerer Waffengesetze hoffen dass es jetzt nach vielen
Jahren endlich wieder eine breitere Diskussion zu dem Thema gibt. Aber
sehr optimistisch sind auch sie nicht.
Eine Gruppe der Waffenlobby die Gun Owners of America sagt sogar: umgekehrt,
die Buerger sollten mehr Waffen tragen, dann waeren sie solchen Amoklauefern
nicht wehrlos ausgeliefert.
Der letzte Politiker, der sich mit der Waffenlobby angelegt hat war Al
Gore im Jahr 2000. Und es gibt viele Demokraten die meinen, das ist einer
der Grunde warum damals Gore gegen George Bush in den Suedstaaten verloren
hat.
Wie denken die Menschen?
Und im Fall der Schusswaffen gibt es einen eindeutigen Stadt-Land-Gegensatz.
In den grossen Staedten sind die meisten Menschen fuer Regeln wie in Europa.
Aber auf dem Land beruft man sich auf den zweiten Verfassungszusatz, der
das Tragen von Schusswaffen ausdruecklich als Freiheitsrecht erlaubt.
Umfragen sind widerspruechlich: staerkere Kontrollen konnten sich in
den letzten Jahren etwas mehr als die Haelfte der der Amerikaner durchaus
vorstellen, also immer noch eine knappe Mehrheit. Das widerspricht diesem
Cliche der waffenphanatischen Amerikaner.
Aber diese Mehrheit schrumpft, sie war viel frueher, etwa in den Neunzigerjahren
viel groesser. Gleichzeitig zeigen Meinungsumfragen, dass das Prestige
der Waffenlobby wachst, was ihr zusaetzliches politisches Gewicht verleiht.
Die NRA ist ein gutes Beispiel, wie sich eine Minderheit, die viel Geld
hat und ihre Interessen effektiv vertritt, durchsetzt.
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