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Der starke Euro, ZiB 1, 9.10.2007
Wer dieser Tage in die Ferne
reist, profitiert am stärksten vom harten Euro. Amerikareisen boomen,
auch aus Richtung Österreich. Selbst New York wird erschwinglich,
dank der starken Währung. Frankreichs Finanzministerin, stets um
gute Kontakte zu allen Kollegen bemüht, geht der Anstieg sogar viel
zu weit.
1,20 Dollar bekam man 2006 für einen Euro. 1,40 sind es heute. Der
Wertzuwachs beträgt fast 20 Prozent.
Selbstbewusst kann Jean-Claude Trichet, der oberste Währungshüter,
vor das Europäische Parlament treten. Die Kritik, dass der Euro zu
stark ist, weist er zurück. Vor allem Frankreich und Italien fürchten
um die Exporte nach Übersee, die schwieriger werden, wenn der Euro
steigt. Ins Visier der Finanzminister gerät China. Die chinesische
Währung werde bewusst niedrig gehalten, damit chinesische Waren billig
bleiben, lautet die Kritik.
Nach der anfänglichen Skepsis ist das Vertrauen in den Euro dramatisch
gestiegen. Die jüngsten Turbulenzen auf den Finanzmärkten sind
von Amerika ausgegangen, das schwächt den Dollar. Der Euroraum erscheint
dagegen als Hort der Stabilität.
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