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EU reagiert auf Tschad-Drohungen,
ZiB 1, 30.11.2007
Wie ernst nimmt man Drohungen?
Man nimmt diese Drohungen ernst, aber weniger militärisch als politisch.
Weil die Öffentlichkeit in Europa nicht vorbereitet wäre auf
eine Konfliktsituation.
Man weiß viel zu wenig über die Verhältnisse in den Flüchtlingslager
um Darfur, man weiß nicht wirklich, was sind das für Menschen,
denen da geholfen werden soll.
Die Militärs der Europäischen Union sagen:
Dass die Situation instabil ist rund um die Flüchtlingslager, das
war von Anfang an Klar. Das war ja der Hauptgrund für diesen Interventionsplan.
Wenn die Aktion einmal vom Fleck kommt wie geplant, dann glauben die Militärs,
dass sie gut vorbereitet sind.
Zur Zeit wird verhandelt. Es fehlen noch wüstentaugliche Helikopter
und Sanitätsflugzeuge, auch alle finanziellen Fragen sind noch nicht
geklärt. Und solche Verhandlungen dauern in der EU.
Warum ist der EU diese Aktion so wichtig?
In der EU ist man überzeugt, dass es im Tschad um mehr geht als um
das Schicksal einer Flüchtlingsregion.
In einer Woche findet in Lissabon ein EU-Afrikagipfel statt. Viele Regionen
in Afrika , in denen Bürgerkrieg geherrscht hat, sind heute stabilisiert.
Es gibt in einigen Staaten einen echten Wirtschaftsaufschwung. Afrika
könnte sich erfangen.
Wäre da nicht Darfur, diese schreckliche Mischung aus Bürgerkrieg
und Völkermord.
Man will verhindern, dass sich die Darfurkrise wie ein Krebsgeschwür
ausweitet auf dem Kontinent und die positiven Tendenzen der letzten Jahre
zunichte macht. Das zu verhindern, dazu soll die EU-Tschadmission einen
Beitrag leisten.
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