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EU wird Haiti helfen, MoJ,
18.1.2010
Die Europäische Union
wird die Hilfe für Haiti zu einer ihrer
Prioritäten machen. Catherine Ashton, die Hohe Repräsentantin
für
die Außenpolitik, die heute Minister aus allen 27 EU-Staaten nach
Brüssel lädt, will die direkte Katastrophenhilfe der Europäer
ankurbeln, aber gleichzeitig auch Pläne für den Wiederaufbau
erstellen. Frankreich hat bereits vorgeschlagen, Haiti alle
Auslandsschulden zu erlassen. Nicolas Sarkozy, der französische
Staatspräsident will eine internationale Wiederaufbaukonferenz
einberufen, an der sich Geberländern aus allen Teilen der Welt
beteiligen könnten. Viele dieser Ideen sind weder ausgereift noch
haben die EU-Staaten je miteinander darüber gesprochen. Zum Teil
sind von den Europäern hohe Summen für die Soforthilfe zur
Verfügung gestellt worden. Aber ECHO, die Hilfsorganisation der
EU-Kommission, ist nur eine von vielen Organisationen, die sich
engagieren. Die EU-Staaten informieren einander gegenseitig von
ihren Aktivitäten. Aber eine EU-Behörde, die über die die
Europäer
ihre internationale Katastrophenhilfe gemeinsam organisieren
würden, gibt es keine. Ein entsprechender Vorschlag ist zwar 2003
von Belgien, Frankreich und Deutschland gemacht worden. Sogar der
Name einer solchen EU-Katastrophenorganisation, EU-FAST, ist schon
festgestanden. Die Idee ist versandet. Die 27 EU-Staaten sind zwar
weltweit die größten Geber humanitärer Hilfe, aber ihre
Schlagkraft bleibt beschränkt. Das heutige Haititreffen in Brüssel
soll angesichts der nach wie vor bestehen großen nationalen
Vielfalt zumindest die Effizienz der Hilfsaktionen durch bessere
Koordination erhöhen.
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