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EU-Außenminister zu
Olympiaboykott, ZiB 1, 28.3.2008
Von einem Ende der Gewalt
am Dach der Welt ist man weit entfernt.
Aber ausländische Reporter und Diplomaten werden vereinzelt wieder
zugelassen in Tibet - ein positives Zeichen, meint die EU. Beim
Außenministertreffen liefern nur die kühlen Temperaturen Grund
zur
Eile. Auf einen Teilboykott der olympischen Spiele will man sich
zum jetzigen Zeitpunkt nicht festlegen.
Steinmeier Frank-Walter (SPD)
Ein Nein zu Olympia, um sich das Gewissen zu erleichtern, ist
weder eine Hilfe für die Menschen in China noch eine Hilfe für
die
Sportverbände. Text RL:
Zur Eröffnung von Olympiaden schickt Deutschland traditionell
sowieso keine Regierungsvertreter. Großbritanniens Premierminister
wird auf jeden Fall nach Peking fahren, das betont der
Außenminister. Damit China die Repression gegen Tibet lockert,
wollen jedoch viele demonstrativ offenlassen, wie sie sich
verhalten werden. Plassnik Ursula:
Wir werden uns jedenfalls nicht vor einen Propagandakarren
spannen lassen - und das gilt für die gesamte europäische Union.
Es macht auch Sinn, in den nächsten Monaten die Lage ganz
aufmerksam zu beobachten und sich offen zu halten, ob man zu
dieser Art von politischem Signal letztendlich dann auch greifen
wird oder nicht. Text RL:
In Krisenzeiten sind olympische Spiele nicht nur eine Prüfung für
die Gastgeber, sondern auch für die Gäste, wenn sie die
Menschenrechte auf ihre Fahne heften. Die europäische Union will
China noch Zeit geben, das wurde heute klar. Aber wenn sich an der
Repression in Tibet nichts ändert, werden viele Europäer der
Eröffnungsfeier fern bleiben.
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