Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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EU-Gipfel, AJ, 4.2.2011

Eigentlich wollte sich der heutige EU-Gipfel vor allem mit der Energiesicherheit in Europa beschäftigen. Doch die ägyptische Revolution hat sich unangekündigt in die Verhandlungen hineinreklamiert. Die Staats- und Regierungschefs verlangen ein Ende der Gewalt durch regierungstreue Schläger und plädiert für einen möglichst raschen Übergang zur Demokratie.
Deutschland und Frankreich präsentierten ihre Vorschläge für eine stärkere Koordinierung der Wirtschaftspolitik, um den Euro zu stabilisieren.
Angela Merkel ist während des letzten Jahres kritisiert worden, weil das finanzkräftige Deutschland in der Eurokrise zögerlich reagiert habe. Jetzt dreht die deutsche Kanzlerin den Spieß um und plädiert für eine bisher noch die dagewesene Koordination der Wirtschaftspolitik in der Eurozone.
MERKEL 1
Nicht nur das Budgetdefizit soll EU-Regeln unterworfen sein. Ein geplanter Pakt für Wettbewerbsfähigkeit soll auch zu einer europaweiten Koordination von Pensionen, Löhnen und Körpferschaftssteuern führen.
OT Merkel 2
Vieles ist noch im Fluss, Österreichs Bundeskanzler Faymann klingt skeptisch.
OT FAYMANN
Schon im März soll ein eigener Eurogipfel die Eckpfeiler des geplanten Paktes für die Wettbewerbsfähigkeit festlegen. Ein Jahr hätten die beteiligten Regierungen dann Zeit, ihre Zusagen auch umzusetzen.
Unterstützt von Frankreich, das sich immer schon eine Europäische Wirtschaftsregierung gewünscht hat, ist Angela Merkel in der EU in einer starken Position. Denn ohne Deutschland ist an eine dauerhafte Stabilisierung des Euro nicht zu denken. Angela Merkel macht aber das anhaltende deutsche Engagement für den Euro davon abhängig, dass die Eurostaaten ihre Wirtschaftspolitik auch dort koordinieren, wo die EU bisher keine Kompetenz hatte, wie bei den Pensionen, in der Lohnpolitik und bei den Steuern




 

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