Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

Fenster schließen
 
  Aktuelle Analysen
   

EU-Gipfelbilanz, MoJ, 5.2.2011


Die Europäer haben die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die Massenbewegung der letzten Tage zur Reform und nicht zur Revolution führt. Das ist die kaum verhüllte Botschaft des gestrigen EU-Gipfels. Wir verurteilen Gewalt und Einschüchterung, so EU-Ratspräsident Hermann van Rompuy:
OT CUT 11
Die Hoffnungen des ägyptischen Volkes sollten zu Reform führen, nicht zur Repression.
Noch bevor die EU-Außenpolitikbeauftragte Cathrine Ashton die Region besucht will Griechenlands Premierminister Papandreou zu Hosni Mubarak reisen , um ihm den Wunsch der Europäer nach einem raschen Übergang zu mehr Demokratie zu übermitteln. Spielt das Regime in Kairo zu lange auf Zeit, dann könnte es zu einer Radikalisierung mit unabsehbaren Folgen kommen, glaubt man in Brüssel.
Schwieriger als erwartet erwies sich der Anlauf Angela Merkels zu einer deutlich stärkeren Koordination der Wirtschaftspolitik zu kommen, um den Euro dauerhaft zu stabilisieren. Von den gemeinsam mit Frankreich entworfenen Plänen zur Koordination von Steuern, Löhnen und Pensionen ist beim Gipfel nur mehr die Grundidee eines sogenannten Paktes für Wettbewerbsfähigkeit geblieben.
Die deutsche Kanzlerin sieht trotzdem einen Erfolg für ihren Plan.
CUT B
Immer wieder wird bei der Abschlusskonferenz der Kanzlerin nach Widerständen aus Belgien und Österreich gegenüber Merkels Plänen gefragt. Belgien will an der in diesem Land üblichen automatischen Anpassung der Löhne an die Inflation nicht rütteln. Und auch Österreichs Bundeskanzler Faymann klingt alles andere als begeistert.
CUT C+ F
Bis in den März soll Ratspräsident Hermann van Rompuy Ideen für eine Europäische Wirtschaftsregierung sammeln, von der man sich eine dauerhafte Stabilisierung des Euro erhofft.

 

nach oben, Fenster schließen

 
  site by Adrian Rossmann