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EU-Ukrainegipfel, AJ, 9.9.2008
Kaum zurück aus Moskau
und dem Kaukasus trifft die EU-Spitze in Paris mit dem ukrainischen Präsidenten
zu einem EU-Ukraine-Gipfel zusammen. Die Europäer wollen verhindern,
dass auch die zwischen Russland und Westeuropa hin und hergerissene Ukraine
von den Spannungen mit Moskau in Mitleidenschaft gezogen wird. Aber auf
den Wunsch nach einem zukünftigen EU-Beitritt der Ukraine reagiert
die Union höchst zurückhaltend.
Beitrag: Überstürzt ist der EU-Ukrainegipfel erst gestern Nacht
vom Genfersee nach Paris verlegt worden. Eine Folge der unerwartet langen
Vermittlungsmission der EU-Spitze im Kaukasus. Nicolas Sarkozy gibt mit
Präsident Juschtschenko heute grünes Licht für ein Assozierungsabkommen
der Ukraine mit der EU, das die Beziehungen enger machen soll. Juschtschenko,
dessen prowestliches Regierungsbündnis vor wenigen Tagen zerfallen
ist, erhofft größere Stabilität für sein Land durch
eine Annäherung an die EU. Aber der von Kiew ersehnte EU-Beitritt
bleibt in weiter Ferne. Zwar wollen viele osteuropäische EU-Mitgliedsstaaten
die Ukraine als Beitrittskandidat sehen. Deutschland, Frankreich und auch
Österreich stehen jedoch auf die Bremse. In der Ukraine leben Millionen
Russen. Nach der notdürftig entschärften Kaukasuskrise will
die EU eine Destabilisierung der Ukraine unter allen Umständen verhindern.
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