Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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EU-Verfahren zum ORF, 31.1.2008

Prüfverfahren der Europäischen Kommission gegenüber öffentlich-rechtlicher Sender hat es bereit mehrmals gegeben. Frankreich, Deutschland und andere Mitgliedsstaaten waren betroffen.
Jetzt nimmt sich die toughe Wettbewerbskommissarin Nellie Kroes auch Österreich und den ORF vor.
Die Wettbewerbsbehörde ist der Meinung, dass der sogenannte öffentlich-rechtliche Auftrag des ORF nicht präzis genug definiert ist und zu wenig kontrolliert wird. Vor im Onlinebereich und bei dem über Kabel verbreiteten Sport-kanal Sport Plus sind der Kommission die Vorgaben zu unpräzis. Die Finanzierung des ORF sei mit den Regeln des gemeinsamen Marktes daher nicht vereinbar. Nach EU-Recht dürfen Gebühren ausschließlich zur Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Auftrages verwendet werden, und das muss auch eindeutig erkennbar sein.
Öffentlich-Rechtliche Medien haben nach EU-Recht der Befriedigung der demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Gesellschaft zu dienen.
Adressat des Briefs aus Brüssel ist die Republik Österreich, die jetzt einen Monat Zeit hat zu einer Stellungnahme hat. Man sucht eine Lösung im Dialog, sagt der Sprecher der Kommission. Mit alle zuvor geprüften Sendern hatte man einen Kompromiss gefunden.

 

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