Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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John Edwards Vizepraesidentschaftskandidat, Abendjournal, 6.7.2004

In den Vorwahlen war John Edwards mit seinen feurigen Wahlkampfauftritten, sozialem Engagement und demonstrativem Optimismus der hartnackigste Konkurrent gewesen. Jetzt geht John Kerry mit dem charismatischen Senator aus North Carolina in die grosse Schlacht gegen George Bush und Dick Cheney.
Mit Eurer Hilfe wird John Edwards der naechste Vizepraesident der Vereinigten Staaten, verkuendete Kerry heute seine Entscheidung. Lebensweg und Stil koennten nicht unterschiedlicher sein zwischen den beiden zukuenftigen Partnern, die einander persoenlich nie besonders nahe gestanden sind.
Aber als populistischer Politiker aus dem Sueden soll John Edwards nach der Vorstellung der Demokraten helfen das Ticket des trockenen Neuenglaenders Kerry bunter und spannender zu machen.
John Edwards stammt aus einer Fabriksarbeiterfamilie, als Konsumentenanwalt hat er den sozialen Aufstieg geschafft. Er wurde Millionaer und erfolgreicher Politiker. Die sozialen Gegensaetze in Amerika und der Kampf gegen die Armut hat der als brillianter Redner geltende Edwards zu seinen fixen Themen gemacht.
In dem Amerika, das wir gemeinsam bauen wollen, darf es keine Kinder geben, die hungrig ins Bett gehen und nicht genug zum Anziehen haben, es darf keine Amerikaner geben, die in Armut leben, obwohl sie den ganzen Tag arbeiten, forderte Edwards immer wieder.
Die Republikaner verweisen auf die geringe politische Erfahrung des jungen Senators aus North Carolina, aber viele Demokraten freuen sich schon auf die Konfrontation John Edwards mit Vizepraesident Dick Cheney

 

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