Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Edwards belebt Kerrys Wahlkampf, ZiB 2, 8.7.2004

Als Dream Team lassen sie sich feiern.
Unter dem Jubel der Fans starten die beiden Johns, Kerry und Edwards ihren gemeinsamen Wahlkampf dort, wo vor vier Jahren die Entscheidung gefallen ist, in Florida.
Dieses Mal wird auch hier jede Stimme gezaehlt werden, verspricht Kerry.
Der charismatische Edwards hat dem demokratischen Ticket den Schwung gegeben, auf den die Parteibasis so lange gewartet hat.
Sogar im konservativen Sueden, den die Republikaner fest im Griff glaubten machen sich die Demokraten jetzt wieder Hoffnungen.
Auf eine Schonfrist des politischen Gegners kann das frischgebackene Duo nicht setzen. Edwards wird von den Republikanern als unerfahrener Neuling kritisiert. Was seinen Vize Dick Cheney von Edwards unterscheidet, wird George Bush gefragt, er koennte Praesident sein, schiesst der zurueck.
Aber als ehemaliger Chef einer Firma, die im Irak viel Geld verdient, hat Cheney seine eigenen Imageprobleme.
Bei einem Footballspiel gab es zuletzt sogar Buhrufe.
Je mehr von Cheney zu sehen ist, desto besser fuer John Kerry, aetzt der der demokratische Parteivorsitzende.
Im Kampf gegen den Terrorismus, gilt der Hardliner aber als Schwergewicht. Der Praesident will auf ihn unter keinen Umstaenden auf ihn verzichten.
Die Republikaner hoffen offensichtlich, dass in einer Krisensituation die Erfahrung der Amtsinhaber doppelt zaehlt. Aber mit Kerry und Edwards haben Bush und Cheney die staerksten Herausforderer, die die Demokraten aufbieten koennen. Im Land selbst ist der Drang zur Veraenderung mindestens genausogross wie der Wunsch nach Kontinuitaet. Der grosse Kampf um das Weisse Haus ist aus heutiger Sicht voellig offen.

 

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