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EU begrüßt Kosovokompromiss,
ZiB 1, 10.9.2010
Veit Hannelore (ORF)
Vor kurzem wäre es noch völlig undenkbar gewesen, dass sich
Serbien und der Kosovo zu einem Dialog zusammensetzen. Die
Unabhängigkeit des Kosovo ist den Serben ein Dorn im Auge. Doch
auf Wunsch der EU hat die serbische Regierung eine Kehrtwende
vollzogen und vor der Generalversammlung der UNO Verhandlungen mit
der Regierung des Kosovo versprochen. Sehr zur Freude der
EU-Außenminister.
Löw Raimund (ORF)
Den aussichtslosen Kampf vor der UNO gegen die Unabhängigkeit
des Kosovo hat Serbien gestern aufgegeben, unter dem massiven
Druck der Europäischen Union. Für die Außenpolitikchefin
der EU
ein diplomatischer Erfolg ersten Ranges. <O-Ton Catherine Ashton
übersetzt von Raimund Löw> Serbien und der Kosovo, beide
haben
jetzt die Chance auf eine europäische Zukunft. <Ende O-Ton>
Die
verfeindeten Nachbarn werden sich unter Vermittlung der EU
erstmals an einen Tisch setzen, um praktische Fragen eines Lebens
Nebeneinander zu diskutieren. Österreichs will sich in der EU
jetzt dafür einsetzen, dass bald Beitrittsverhandlungen mit
Serbien beginnen.
Spindelegger Michael (ÖVP)
Ich glaube das wäre der nächste wichtige Schritt und ich weiß
von
der serbischen Führung, wie sehr das geschätzt würde, dass
man
jetzt in ein konkreteres Stadium eines möglichen Beitritts kommt.
Löw Raimund (ORF)
Serbien lenkt in der hochsensiblen Frage seiner Beziehungen zum
Kosovo ein, um sich den Weg nach Europa nicht zu verbauen. Ein
Zeichen dafür, wie lebenswichtig das Engagement der Europäischen
Union für eine friedliche Entwicklung auf dem Balkan nach wie vor
ist.
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