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Euro-Elitebonds, ZiB 1, 28.11.2011
Wie ernst wird dieser Vorschlag von Elite-Eurobonds einiger weniger Eurostaaten in Brüssel denn genommen? Könnte es auf diese Weise zu einer Lösung der Eurokrise kommen oder fürchtet man neue Spaltungstendenzen?
Die Diskussion um gemeinsame Staatsanleihen in Europa kommt damit in Bewegung, das wird grundsätzlich positiv gesehen. Denn gemeinsame Anleihen sind ein Schritt in Richtung größerer Solidarität, was die Euroländer stärker machen würde gegen die Finanzmärkte. Problematisch sieht man in Brüssel alles, was in die Richtung geht schwächere Länder auszuschließen aus irgendeinem Elite Klub der Willigen.
Da wird es auf die Details ankommen, wenn wirklich solche Vorschläge kommen.
Die Situation ist generell sehr angespannt vor allem bei Europas Banken. Die internationalen Zeitungen sprechen ja von einem Endspiel um den Euro in seiner jetzigen Verfassung auf Grund des massiven Drucks aus den Finanzmärkten.
Der Euroschutzschirm hat offensichtlich nicht gereicht um das Vertrauen der Geldgeber in den Euro wieder herzustellen. Was gibt es jetzt noch für Möglichkeiten?
Nächste Woche findet ein entscheidender EU-Gipfel in Brüssel statt. Da wird es einen Ruck geben müssen in Richtung europäischer Kontrolle über die Budgets der einzelnen Staaten im Gegenzug für finanzielle Garantien und finanzielle Unterstützung. Das müsste ein politischer Ruck sein zum Kern eines Europäischen Bundesstaates sein rund um die Eurozone oder vielleicht eben nur rund um einige Euroländer, wenn nicht alle mitmachen. Gibt es das nicht, dann könnte Europa auf eine gefährliche abschüssige Bahn kommen.
Warum denn jetzt dieser extreme Zeitdruck?
Man erinnert sich an den Zusammenbruch von Lehmann Brothers vor drei Jahren. Wenn heute so etwas in Europa passieren würde, könnte das ins Auge gehen. Daher ist bei vielen die Überlegung, Europa braucht jetzt eine Vorhut die viel rascher agieren kann, als das sonst üblich ist in der EU.
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