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Euro-Krisengipfel in Paris,
ZiB 1, 12.10.2008
Spera Danielle (ORF)
Jetzt geht es um ein gemeinsames Vorgehen über alle Grenzen
hinweg, hat es heute geheißen, konkrete Antworten müssen gefunden
werden und es soll einen neuen Aktionsplan geben. Raimund Löw in
Paris, was unterscheidet denn diesen Aktionsplan von allen
Maßnahmen, die in den letzten Wochen getroffen worden sind?
Löw Raimund (ORF)
Die Eckpunkte dieses neuen Aktionsplanes sind bekannt und die
große Botschaft lautet "Der Staat springt ein". Nicht
nur um
maroden Banken zu helfen, sondern um das gesamte Finanzsystem zu
stabilisieren, konkret wollen die Eurostaaten den Banken
staatliche Finanzspritzen anbieten, wenn die frisches, neues
Kapital brauchen und die Eurostaaten wollen auch die Kredite
garantieren, die sich die Banken im täglichen Geschäft geben
und
die in den letzten Wochen blockiert waren. Erstmals seit langem
wird damit der Einfluss des Staates in der Wirtschaft wieder
ausgedehnt, wieder erweitert, aber hier in Paris waren sowohl
linke Regierungen als auch rechte Regierungen dafür und sogar
Großbritannien macht - wie wir gehört haben - mit.
Spera Danielle (ORF)
Wie schnell kann den dieser Plan von den Mitgliedsstaaten
umgesetzt werden?
Löw Raimund (ORF)
Umgesetzt werden soll dieser Plan innerhalb von wenigen Tagen,
der britische Bankenrettungsplan, der ist ja schon auf dem Weg, da
ist von 500 Milliarden Pfund die Rede, in Deutschland soll er
morgen präsentiert werden, man hört, dass es um 400 Milliarden
Euro geht, unglaubliche Summen. Auch in Wien hat es schon an
diesem Wochenende erste Gespräche zwischen Vertretern der Banken,
der Nationalbank und der Regierung gegeben und man kann davon
ausgehen, dass es auch in Österreich in den nächsten Tagen einen
Bankenplan geben wird, ein Paket geben wird entsprechend den
großen Linien, die heute vom Eurogipfel hier in Paris beschlossen
wurden.
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