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Historiker und Journalist |
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| Aktuelle Analysen | |||
Eurogipfel zu Griechenland, ZiB 1, 21.7.2011 Ist das der Befreiungsschlag,
den die EU in dieser Krise so dringend gebraucht hat? Wenn das so durchgeht,
dann hat Europa ein neues zusätzliches Fundament bekommen um mit
finanziellen Notsituationen fertig zu werden. Der Euroschutzschirm wird
sich in Richtung Europäischer Währungsfonds entwickeln, mit
viel mehr Möglichkeiten als bisher. Das ist mehr als nur Kosmetik.
Interessant, dass ja sogar der skeptische britische Premierminister David
Cameron, der eher unverdächtig ist EU-Propaganda zu machen, sagt,
die Euroländer schließen sich stärker zusammen, das sei
gut so und das nütze in Wirklichkeit auch Großbritannien, das
ja kein Euroland ist. Ob jetzt diese nervtötende Art der Europäer
mit dem Krisenmanagement immer zu warten, bis die ganz große Katstrophe
droht, vorbei ist, das vage ich zu bezweifeln. Die handelnden Politiker
sind die gleichen, in vielen Ländern nehmen sie auf europafeindliche
Populisten Rücksicht. Aber mit größerer Stabilität
wird Krisenmanagement leichter, auch wenn die finanziellen Turbulenzen
nicht vorbei sind.
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