Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Europäische Kommission für humane Asylpolitik, ZiB 1, 2.9.2009

Leitner Tarek (ORF)
Raimund Löw in Brüssel,
wieso kommt denn diese Initiative gerade jetzt in einer Situation,
wo die meisten EU-Länder eigentlich eher daran denken, die Grenzen
dicht zu machen?
Löw Raimund (ORF)
Asylpolitik ist immer ein heißes Eisen, das ist klar. Aber Europa
hat hier eine gemeinsame Herausforderung und die Kommission möchte
eine Diskussion einleiten, dass man auch zu gemeinsamen Lösungen
kommt, auch wenn das manchen Regierungschefs nicht so ganz recht
ist, wie man am Beispiel von Silvio Berlusconi gesehen hat. Die
Kommission sagt selbstverständlich, die Union hat das Recht und
auch die Pflicht ihre Grenzen zu sicher, die Regierungen haben das
Recht Einwanderung zu kontrollieren und zu regulieren, aber Europa
hat auch die humanitäre Verpflichtung Verfolgte zu schützen. Und
das ist in der letzten Zeit zu sehr in den Hintergrund getreten.
Konkret geht es ja darum, Menschen, die in bestehenden
Flüchtlingslagern in Afrika und Asien sind, die ganz besonders
schutzbedürftig sind, alleinstehende Mütter, Kinder, Menschen, die
in Krieg und Bürgerkrieg traumatisiert sind. Und es ist schon...
In diesem harten Klima zurzeit fällt es auf, es ist ein bisschen
ungewöhnlich - ein Aufruf aus Brüssel nach mehr Menschlichkeit in
der Flüchtlingspolitik Europas.

 

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