Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Finanztransaktionssteuer, ZiB 1, 30.6.2011


Im zukünftigen EU-Budget sollen auch die Einnahmen einer neuen Steuer über Finanztransaktionen fließen, das ist der Vorschlag der Europäischen Kommission. Die Diskussion um eine solche Steuer für den Finanzsektor wird international seit Jahren sehr kontroversiell geführt. Österreich hat sich immer für die Einführung einer Finanztransaktionssteuer eingesetzt. Nur im Gleichklang mit Amerika wollten die Europäer bisher die großen Finanzgeschäfte besteuern. Jetzt soll die Finanztransaktionssteuer zu einer neuen Einnahmequelle der EU werden, so der Vorschlag der Europäischen Kommission. OT Barroso Jeder muss seinen Beitrag leisten. Die Einnahmen könnte Brüssel mit den Mitgliedsstaaten teilen. Schon seit Jahren wollen Globalisierungskritiker die Finanzmärkte bändigen. Durch eine winzige Besteuerung der riesigen Devisengeschäfte, die sogenannte Tobinsteuer. Überweisungen der Normalbürger sind nicht betroffen. Als Österreich die Debatte forcierte, gab es vorerst Gegenwind. Jetzt spricht das Kanzleramt in Wien von einem Schritt in die richtige Richtung.OT HAHN Das Problem: 80 Prozent aller Finanztransaktionen in Europa werden in London getätigt. Der Vorschlag könnte am britischen Veto scheitern. Durch eine gemeinsame Besteuerung der Finanzgeschäfte will man das große Feilschen ums Geld zwischen den Staaten entschärfen. Macht doch der ganze EU-Haushalt nur ein Prozent der Wirtschaftsleistung Europas aus, ein winziger Betrag im Vergleich zu den Finanzmitteln der Mitgliedsstaaten.


 

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