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Friedensaktivistin Cindy Sheehan
fordert Bush heraus, ZiB 1, 20.8.2005
In ganz Amerika waren sie
diese Woche auf den Strassen: Angehoerige amerikanischer Soldaten, die
gegen den Irakkrieg protestieren.
Ausloeser dieses neuen Lebenszeichens der Friedensbewegung ist Cindy Sheehan.
Waehrend des ganzen Sommers hat die Mutter eines gefallenen Soldaten vor
der Ranch des Praesidenten in Texas demonstriert.
Den Praesidenten will sie fragen, warum er ihren Sohn getoetet hat.
Dank Cindy Sheehan wurde ausgerechnet Crawford im republikanischen Texas
wochenlang zum Zentrum einer neuen Antikriegsbewegung.
Und die Mutter, die es wagt dem maechtigsten Mann der Welt zu trotzen,
ist zur nationalen Beruehmtheit geworden.
So gross war das Echo, dass auch der urlaubende Praesident an Cindy Sheehan
nicht vorbeigehen konnte.
Sie hat ein Recht auf ihre Meinung, beteuert Bush, ein Zusammentreffen
mit der kaempferischen Soldatenmutter lehnt Bush jedoch ab.
Doch immer staerker lasten die wachsenden amerikanischen Gefallenenzahlen
auf dem Bewusstsein der Oeffentlichkeit.
Ihre Mahnwache in Texas hat Cindy Sheehan inzwischen unterbrochen. Aber
die schlechten Nachrichten aus dem Kriegsgebiet lassen das Vertrauen in
die Irakpolitik der Regierung amerikaweit schwinden. Das Weisse Haus muss
sich auf einen heisse Herbst einstellen, mit Antikriegsaktionen, die Erinnerungen
an die Zeit des Vietnamkrieges wachrufen.
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