Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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BEuro-Skepsis in Großbritannien, ZiB 1, 9.11.2002



Mit Europa tut sich Großbritannien nach wie vor schwer und die Skepsis der Briten gegenüber dem Euro wächst sogar: 55 Prozent lehnen die Europawährung nach wie vor ab. Der Urlaub auf dem Kontinent hat Viele davon überzeugt , dass der Euro alles teurer macht.Die Preise sind überall in die Höhe gegangen, das will ich hier bei uns nicht.

Der Handel ist flexibler und bezahlen kann man in London nicht nur mit britischen Pfund. Bis nächsten Sommer will die Regierung über die wirtschaftlichen Vorteile und Nachteile des Euro entscheiden. Für ein mögliches Euro- Referendum rüsten Gegner wie Jamie Borwick schon heute.

"Großbritannien ist ein eigenartiges Land, wir unterscheiden uns von anderen Teilen Europas, und diese Vielfalt mag ich in Europa."


Der Wirtschaft in Großbritannien geht es zur Zeit deutlich besser als im Euro-Raum. Und das Pfund steht hoch. Das erschwert die Erfolgschancen eines möglichen Referendums, meint
Brian Groome von der "Financial Times":

"Eine Chance gibt es schon , aber ein solches Referendum zu wagen, das wäre die riskanteste und mutigste Entscheidung Tony Blairs."


Ein für die mächtige euroskeptische Zeitungslobby akzeptabler Ausweg wäre es, die Entscheidung auch 2003 weiter zu verschieben.


Sollte Großbritannien das Pfund aufgeben, dann würde die alterwürdige Bank of England zu einer schlichten Zweigstelle der Europäischen Zentralbank. Großbritannien müßte seine Sonderrolle zwischen Europa und Amerika aufgeben. Ob die britische Öffentlichkeit dazu bereit ist, weiß nicht einmal der europafreundliche Tony Blair.




 

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