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Gates als Pentagonchef angelobt,
ZiB 3, 19.12.2006
Nach bestem Wissen und Gewissen
werde er sein Amt ausfuehren, so lautet die Eidesformel fuer Robert Gates.
Vizepraesident und Praesident sind zur feierlichen Angelobung ins Pentagon
gekommen.
Die angeschlagene Moral der Truppen soll er wieder heben und endlich einen
Ausweg weisen aus dem Morast des Krieges.
Der Erwartungsdruck ist riesig.
ROBERT GATES
Irak steht ganz oben in der Prioritaetenliste des neuen Ressortchefs,
aber auch in Afghanistan brauen sich schwere Probleme zusammen, so Gates.
Wie die Armee der Supermacht aus der schweren Krise herausfindet, wird
die zukuenftige Stellung Amerikas in der Welt bestimmen.
Die unabhaengige Irak Studiengruppe unter Ex/Aussenminister Baker hatte
empfohlen, Kampftruppen abzuziehen und amerikanische Soldaten vor allem
zur Ausbildung von Irakis einzusetzen. Aber jetzt verlangen fuehrende
Militaers doch eine kurzfristige Erhoehung der Truppenzahl.
Ganz im Gegensatz zu den Erwartungen der zunehmend kriegsmueden Oeffentlichkeit.
Dass fuer die leidgepruefte Hauptstadt Bagdad 20 000 zusaetzliche US/
Soldaten der richtige Weg waeren, bezweifelt nicht nur Ex Aussenminister
Colin Powell.
COLLIN POWELL
Bagdad zu sichern, das ist eine Aufgabe, die keine amerikanische Streitkraft
erfuellen kann.
Ungeachtet aller Krisen ist Wachabloese im Pentagon stets eine bunte Zeremonie.
Ein letztes Mal hat sie jene Maenner zusammgenfuehrt, die einst so stolz
waren auf den Triumphzug nach Bagdad, der schliesslich doch zum Debakel
wurde.
Anders als der draufgaengerische Vorgaenger Donald Rumsfeld gilt Bob Gates
als nuechterner Realist.
Aber gute Optionen hat er wohl inzwischen kaum mehr.
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