Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Geheimdienstreform, ZiB 1, 9..12.2004

Mit ueberwiegender Mehrheit hat der amerikanische Kongress eine Reform der Geheimdienste beschlossen, die sowohl von Republikanern als auch Demokraten als historische Weichenstellung fuer einen besseren Schutz der USA gefeiert wird. Im Zentrum steht die Bildung eines nationalen Sicherheitsdirektors, mit der Oberhoheit ueber 15 Geheimdienste des Landes.
Es waren die Angriffe des 11.September, die die Reform erzwungen haben.
Von einem Weckruf aus der Hoelle spricht der republikanische Abgeordnete Chris Shays.
Der hat so grobe Fehler im Geheimdienstbereich aufgezeigt, dass zuletzt sogar die Anghoerigen der Opfer auf die Strasse gingen. Wie viele muessen noch sterben, bevor das Land sicher ist.
Nach langem Tauziehen ist es jetzt fix.
Mit grosser Mehrheit beschliessen Republikaner und Demokraten gemeinsam die umfangreichste Geheimdienstreform seit einem halben Jahrhundert.
So wie die Untersuchungskommission es gefordert hat, wird es einen Nationen Geheimdienstdirektor ueber allen 15 Nachrichtendiensten geben.
Die Spione des CIA werden ihm unterstellt. Und auch die Geheimdienste der Streitkraefte verlieren ihre vollstaendige Autonomie.
Der Praesident kann aufatmen. Eine Rebellion republikanischer Parteifreunde hatte die Verabschiedung tagelang hinausgezoegert.
Die Geheimdienste haben einst den Zusammenbruch der Sowjetunion ebenso wenig kommen sehen, wie zuletzt das Bedrohungsszenario des fundamentalistischen Terrorismus.
Nach dem Willen des Praesidenten und des Kongresses werden sich die Spione Amerikas jetzt ganz auf den Kampf gegen den Terrorismus konzentrieren.
Keine leichte Umstellung. Denn Kritiker sagen, dass es im CIA immer noch mehr Russlandexperten gibt als Informanten aus der Welt des islamischen Terrorismus.

 

 

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