Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Gore vor Kongress, AJ, 21.3.2007

Die amerikanische Klimapolitik ist in Bewegung gekommen. Nicht einzelne Bundesstaaten, allen voran Kalifornien unter Gouverneur Arnold Schwarzenegger, sondern auch der Kongress in Washington will ernsthafte Schritte gegen die globale Erwaermung setzen, nachdem die Regierung Bush lange Jahre auf der Bremse gestanden ist. Den Anfang machen die Abgeordneten mit einem ungewoehnlichen Hearing mit dem ehemaligen Vizepraesidenten Al Gore, der den Kampf gegen die Klimaveraenderung zu seinem groessten Anliegen gemacht hat.
Vor 20 Jahren hatte Al Gore als jugner Senator die ersten Hearings zum Klimaschutz inititiiert. Heute soll die Aussage des ehemaligen Vizepraesidenten den von den Demokraten angestrebten Kurswechsel der amerikanischen Klimapolitik einleiten.
Wir haben es mit einer Krisensituation planetaren Ausmasses zu tun, sagt Al Gore den Abgeordneten des Umweltausschusses, ich weiss, das klingt extrem. Aber das gesamte Verhaeltnis zwischen der Menschheit und unserem Planeten hat sich radikal geaendert.
Dramatische zugestpitze Aeusserungen wie diese haben Al Gore scharfe Kritik der Skeptiker in der republikanischen Regierungspartei gebracht. Dass das Polareis verschwinden koennte und der steigende Meeresspiegel New York oder Florida bedroht, wie Gore behauptet, sei wissenschaftlich nicht bewiesen und reine Spekulation.
Fuer die Demokraten im Kongress ist Al Gore nicht nur der grosse Warner vor der Klimaerwaermung, sondern nach wie vor auch ein moeglicher Praesidentschaftskandidat. Er plant keine Kandidatur, beteuert Gore immer wieder, aber das gilt in der amerikanischen Politik nicht gerade als besonders ueberzeugendes Dementi.
Fuer Hearings im Kongress, die vor Kurzem begonnen haben, wird auch so mancher Schlagabtausch Gores mit Politikern erwartet, die nicht an die Klimaerwaermung glauben.


 

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