Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Griechenland aktuell, ZiB 1, 3.6.2011



Wie groß Erleichterung über dieser Erklärung über den positiven Abschluss der Expertengespräche mit Internationalem Währungsfonds und Europäischer Union? Es ist nicht das Ende der Diskussion über Griechenland oder andere Schuldenländer, aber grundsätzlich gibt es jetzt grünes Licht für die Auszahlung der nächsten Tranche von 12 Milliarden Euro und das ist beruhigend. Eine wichtige Bedingung besteht, die kommt vom IWF, nämlich dass Griechenland langfristig saniert wird. Dazu muss es die zusätzlichen Sparmassnahmen und die Privatisierungen geben. Aber die griechische Wirtschaft darf auch nicht völlig abgewürgt werden. Es muss wieder Wachstum geben, die Menschen müssen wieder Hoffnung schöpfen können. Daher die Diskussion über ein vergrößertes Hilfsprogramm mit mehr Geld im Augenblick, damit mittelfristig Erholung leichter möglich ist.
Wenn Griechenland formell unter den Euroschutzschirm genommen wird, könnte das zu einem Ende der Diskussion um Eurostabilisierung führen? Es zeigt sich auf jeden Fall, wie wichtig diese Weichestellung für alle im Euroraum war, dass man den Euroschutzschirm gebildet hat.
Der Euro steigt im Augenblick, trotz der Griechenlanddiskussionen, weil man das Gefühl hat da hat zwar ein Staat ein Schuldenproblem, aber die Europäer können damit umgehen .
Schließlich macht Griechenland ja nur 2 Prozent der Wirtschafts des Euroraumes aus.
Zentralbankchef Jean Claude Trichet sagt, in Wirklichkeit braucht die EU so etwas wie einen Euro-Finanzminister, der im Notfall auch eingreifen kann in nationale Budgetpläne.
Das ist ja eigentlich logisch, ein oberster europäischer Finanzminister bei einer gemeinsamen Währung. Aber bis dahin ist es wohl noch ein weiter Weg.

 

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