Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Griechenland aktuell, ZiBs und HF, 3.6.2011



Was ist das Gewicht dieser Erklärung in Athen über den positiven Abschluss der Expertengespräche mit Internationalem Währungsfonds und Europäischer Union?
Man muss sicher abwarten, wie die Europäische Kommission und der Internationale Währungsfonds die Verhandlungen bewerten. Da hält man sich noch völlig bedeckt. Aber ganz offensichtlich gibt es ein Einvernehmen darüber, wie es bei den Privatisierungen weitergehen soll und welche zusätzlichen Einsparungen es geben soll.
Was ist zu erwarten, wenn Griechenlands Premierminister Papandreou heute den Chef der Eurogruppe Jean-Claude Juncker besucht?
Was Athen dringend braucht, das ist mehr Zeit. Ursprünglich war ja geplant, dass sich Griechenland schon ab dem nächsten Jahr auf dem privaten Anleihenmarkt finanzieren kann, das hat sich als unrealistisch herausgestellt.
Daher braucht man ein neues vergrößertes internationales Hilfspaket.
Papandreou wird heute auf den Tisch legen müssen, was Griechenlands Beitrag sein wird, was Griechenland zusätzlich unternehmen kann, an Sparmassnahmen, Steuererhöhungen aber vor allem bei den Privatisierungen für ein solches neues Hilfspaket.
Vor dem Hintergrund sozialer Unruhen im Land selbst, sehr schwierige Situation.
Wie ablaufen?
Und Griechenland soll auch formal unter den Euro-Rettungsschirm kommen, so wie Irland und Portugal. Das ist die große Neuerung, die geplant ist.
Bisher ist es ja so, dass Griechenland durch bilaterale Kredite der Eurostaaten finanziert wird, nicht über den Euro Rettungsschirm.
Diese Veränderung wird die Finanzminister freuen, denn wenn der Plan durchgeht, dann würde schon die nächste Griechenlandrate Ende Juni nicht mehr aus den Budgets der Eurostaaten kommen, sondern aus dem Euro-Rettungsschirm.
Der wichtiges Element Stabilität in Europa.
Diskussion um Eurostabilisierung damit zu Ende?
Die Vorbereitungen relativ weit fortschritten, die politische Zustimmung werden die Finanzminister und die Staats-und Regierungschefs geben müssen.
Aber zu Ende ist die Diskussion damit sicher nicht. Zentralbankchef Jean Claude Trichet sagt, in Wirklichkeit braucht die EU so etwas wie einen Euro-Finanzminister, der im Notfall auch eingreifen kann in nationale Budgetpläne.
Das ist ja eigentlich logisch, ein oberster europäischer Finanzminister bei einer gemeinsamen Währung. Aber bis dahin ist es wohl noch ein weiter Weg.

 

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