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Historiker und Journalist |
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Griechenland braucht Frontex-Hilfe, ZiB 1, 25.10.2010Bisher kamen die Flüchtlingsströme vor allem über das Meer. Von den Überschwemmungen in Pakistan und dem Krieg in Afghanistan Vertriebene auf dem Weg nach Europa. Aber die Patrouillen auf Hoher See wurden verstärkt und die neue Völkerwanderung hat sich auf die Straße verlegt. Jeden Tag erreichen 100te Menschen unkontrolliert europäisches Territorium. Weil sie ihre Grenze nicht mehr sichern kann, fordert die Regierung in Athen jetzt Unterstützung von der Europäischen Union. Die Europäische Grenzschutzbehörde Frontex soll helfen den Flüchtlingsstrom zu stoppen. Innerhalb von 5 Tagen will Innenkommissarin Cecilia Malmström Grenzbeamte aus ganz Europa nach Griechenland beordern. Aus Protest gegen ihre verzweifelte Situation haben sich in Athen diese Flüchtlinge aus dem Iran den Mund zugenäht. Österreich darf angesichts solcher Zustände keine Flüchtlinge mehr nach Griechenland zurückschicken, verlangen die Flüchtlingsexperten der Vereinten Nationen. Die Mitgliedstaaten sind bisher immer auf der Bremse gestanden, wenn es um gemeinsame europäische Asylpolitik gegangen ist. Griechenland forderte vergeblich eine gerechtere Aufteilung der Flüchtlingsströme. Jetzt ist Feuer am Dach. Die Grenzschutzorganisation der EU muss mit höchst bescheidenen Mittel zu ihrem ersten Kriseneinsatz.
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