Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Guantanamodiskussion in der EU, ZiB 1, 26.1.2009


Soll Europa ehemalige Häftlinge aus Guantanamo aufnehmen, wenn das umstrittene Gefangenenlager geschlossen wird, die der neue Präsident Barack Obama versprochen hat? Diese Frage diskutieren heute die EU-Außenminister in Brüssel. Während mehrere Mitgliedsstaaten sich eine solche Geste in Richtung der Regierung Obama vorstellen können, hat Österreich bisher dezidiert abgelehnt. Gefangenentransporte nach Guantanamo sind in der Ära Bush auch über europäischen Luftraum gelaufen. Jetzt will die EU der neuen US-Regierung helfen das umstrittene Gefangenenlager zu schließen. Etwa 60 Häftlinge gelten dort als ungefährlich.
OT STEINMEIER, DT AUSSENMINISTER
Mehrere EU-Staaten sind grundsätzlich bereit unbescholtenen Häftlingen Asyl zu gewähren.
INSERT/OT ASSELBORN
Es wäre ein Zeichen um Barack Obama bei seinem Kurswechsel für mehr Menschenrechte zu unterstützen. Schon in vergangenen Herbst haben die USA wegen Guantanamo auch in Wien vorgefühlt. Aber Österreich will dezidiert keine Häftlinge aufnehmen.
OT SPINDELEGGER, Aussenminister, Österreich 3,14
Menschenrechtsorganisationen argumentieren, humanitäres Asyl für Guantanamo Häftlinge müßte auch in Österreich möglich sein. Verpflichtung gibt es für EU-Staaten keine, Häftlinge aus Guantanamo zu übernehmen. Die Verantwortung tragen die Vereinigten Staaten. Aber Menschenrechtsorganisationen argumentieren humanitäres Asyl in Europa für unschuldig Inhaftierte wäre ein gutes Signal für einen Neuanfang im Antiterrorkampf.


 

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