Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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  Aktuelle Analysen
   

Hadley zu EU-USA-Gipfel, Morgenjournal, 16.6.2006

Mit seiner Reise zum EU-Gipfel nach Wien unterstreicht der Praesident, das Interesse Amerikas an einer starken EU. Sicherheitsberater Stephan Hadley nennt den Kampf fuer Freiheit und Demokratie, die Sicherheit und das globale Wirtschaftswachstum als jene Bereiche, in denen der transatlantischen Partnerschaft besondere Bedeutung zukommt.
Aktuell will Bush vor allem die Irankrise ansprechen, sagt Hadley. Der Gipfel ist eine Gelegenheit mit der EU-Fuehrung zu diskutieren, wo wir stehen und wohin wir gehen.
OT
Die Iraner haben jetzt die Chance auf Verhandlungen, an denen auch die USA teilnehmen wuerden, aber erst nachdem sie ihre Urananreicherung suspendiert haben.
Dass der Iran dieses Angebot ernst nimmt sei positiv. Konkretes Datum, an dem Teheran antworten muss gibt es keines. Vom Gipfel in Wien erwartet Sicherheitsberater Hadley einen Tour d'Horizont und keine neuen Entwicklungen.
OT
Es geht darum die EU-Fuehrung, Schuessel und Barroso einzubinden, aber Tony Blair, die deutsche Kanzlerin oder der franzoesische Praesident seien in Wien ja nicht mit dabei.
Stephen Hadly versichert, dass die USA durchaus bereit sind beim EU-Gipfel auch ueber die europaeischen Einwaende gegen Guantanamo zu sprechen. Aber Neues sei jetzt von amerikanischer Seite dazu nicht mehr sagen lassen.
OT Gitmao
Der Praesident hofft, dass einmal die Situation kommen wird, wo wir Guantanamo nicht mehr brauchen. Aber bis dahin muss noch viel passieren. Zu allererst wird der Oberste Gerichtshof entscheiden, ob die vom Pentagon angestrebten Militaergerichtsverfahren ueberhaupt zulaessig sind. Und dann muesse es durch internationale Zusammenarbeit moeglich werden, immer mehr Insassen in ihre Heimatlaender zurueckschicken. Auf diese Weise, so Hadley, werden die Gefangenenzahlen schrittweise zurueckgehen in Guantanamo.
Auch den Irak und Afghanistan moechte George Bush nach Angaben seines Sicherheitsberaters in Wien zu Sprache bringen. Die USA erinnern daran, dass internationale Geber fuer Wiederaufbau viele Milliarden Dollar versprochen haben. In Wirklichkeit eingelangt seien jedoch nur bescheidene Betraege.
OT
Der Praesident hat schon am Telefon auf staerkeres finanzielles Engagement der Partner fuer den Irak und fuer Afghanistan gedraengt, und er wird das auch in Wien tun.

 

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