Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Hahn zu neuer EU-Kommission, AJ, 9.2.2010

Bachmair Udo (ORF)
Und diese neue EU-Kommission ist also nun mehrheitlich bestätigt.
Sie ist ab Mitternacht offiziell im Amt. Damit auch Österreichs
EU-Kommissar Johannes Hahn. Raimund Löw hat eine erste
Stellungnahme von ihm eingeholt.
Hahn Johannes (EU-Kommission)
Es ist sicherlich eine unglaubliche Ehre auch, muss man gestehen,
und ich sage dass unumwunden. In einem politischen Leben diese
Mitverantwortung tragen zu dürfen ist eine große Herausforderung,
aber auch eine sehr, sehr schöne Aufgabe.
Löw Raimund (ORF)
Was ist für Sie die allerwichtigste Aufgabe der Kommission in der
unmittelbar nächsten Zeit?
Hahn Johannes (EU-Kommission)
Die Krisenbewältigung, vorneweg, und nicht nur sozusagen die
schnelle Reparatur, sondern gleichzeitig auch die strategische
Orientierung auf die nächsten Jahre vorzunehmen, und dabei
sicherzustellen, dass die Gegensätze, die wir zweifelsohne in
Europa haben, durch die Krise nicht größer werden, sondern dass
wir weiterhin an der Schließung der Klüfte arbeiten.
Löw Raimund (ORF)
Alles ruft nach einer stärkeren EU auf den Finanzmärkten, der
Euro ist unter Druck. Was kann die Kommission tun?
Hahn Johannes (EU-Kommission)
Ich glaube, wir müssen, dort wo es notwendig ist klare Signale
geben, oder wie das die Outgoing Commission sozusagen getan hat im
Rahmen von Griechenland. Es geht nicht darum, dass Europa
sozusagen aus allen Ritzen heraus kriecht, sondern dass dort wo im
Sinne einer gemeinschaftlichen Aktivität Europa als gemeinsame,
als starke Kraft in Erscheinung tritt. Aber dort, wo der einzelne,
wo Regionen, wo Länder, Mitgliedsstaaten eigentlich ihre
Aufgabenstellung haben, diese auch wahrnehmen.
Löw Raimund (ORF)
Also auch Solidarität für Volkswirtschaften, die unter Druck sind
- mit Ländern, die unter Druck sind?
Hahn Johannes (EU-Kommission)
Ja, aber das kann nicht kritiklose Solidarität bedeuten, sondern
das ist sehr wohl eine Frage auch des gegenseitigen Geben und
Nehmens. Helfen, wo Hilfe vonnöten ist. Aber auch aufmerksam
machen, dass jeder seinen Beitrag leisten muss.



 

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