Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Der IWF nach DSK, ZiB 13, 19.5.2011

Der IWF ist immer von einem Europäer geführt worden, könnte es diesmal anders sein?
Die Schwellenländer drängen ganz energisch darauf, dass sie diesmal zum Zug kommen. Sie haben ein starkes Argument. Die Welt verändert sich, China, Indien, Brasilien sind heute wirtschaftliche Großmächte. Während sich die Eurostaaten bei nicht einmal auf eine gemeinsame Vertretung im Direktorium des IWF einigen können, bei dem gegenwärtigen Trend zurück zur Renationalisierung in der EU.
Aber die Europäer sagen in der konkreten Situation jetzt, mit den Diskussionen rund um den Euro, können sie diese Position an der Spitze des IWF unter keinen Umständen aufgeben.
Die EU wird daher alles tun einen gemeinsamen Kandidaten der EU aufzustellen und auch durchzubringen.
Ob das gelingt wird von den USA abhängen, die größter Teileigentümer sind.
Wer sind die aussichtsreichste Kandidaten?
Es werden die verschiedensten Namen genannt, vom ehemaligen britischen Premierminister Gordon Brown bis zu deutschen Bankern.
In Wirklichkeit gibt es eine Favoritin, das ist die französische Finanzministerin Christine Lagarde. Sie ist anerkannt und respektiert, sowohl in Europa als auch in den USA. Sie wäre ein politisches Schwergewicht, genau das was der Währungsfonds jetzt braucht.
Dass es noch nie eine Frau an der Spitze des Währungsfonds oder der Weltbank gegeben hat, das spricht ebenfalls für sie.
Aber wir wissen im Augenblick nicht, ob Nicolas Sarkozy eine seiner wichtigsten Ministerinnen vor Wahljahr ziehen lässt.

 

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