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1 Jahr Irakkrieg, ZiB 2, 19.3.2004
DMODERATION ILLEGALE WANDERARBEITER
Auf 12 Millionen wird die Zahl der illegalen Einwanderer in den USA geschaetzt.
Viele sind laengst integriert in das gesellschaftliche Leben, manche zahlen
sogar Steuern und haben Kinder in oeffentlichen Schulen. Total anders
ist die Situation der grosse Zahl der Wanderarbeiter in der amerikanischen
Landwirtschaft. Sie sind illegal, werden aber in der Landwirtschaft gebraucht
und sind daher auch von den Behoerden toleriert. Wie diese Menschen leben,
das fragt niemand, berichtet Raimund Loew.
BEITRAG ILLEGALE WANDERARBEITER
RAIMUND LOEW AUS KALIFORNIEN
2,30
Kein Zweifel. Kalifornien mit seinen Highways und den Skylines der Metropolen
ist Erste Welt Par Excellence.
Nur wenn man genauer hinsieht, dann erblickt man eine Wirklichkeit, die
so gar nicht passen will zur entwickeltsten Industrienation der Erde.
Abseits der Highway im agrarischen Sueden Kaliforniens, da stoesst man
rasch in die Dritte Welt mitten in der Ersten.
Der Franziskaner Mark Schroeder fuehrt uns in ein Camp illegaler Wanderarbeiter
im Canyon von San Diego.
200 Menschen leben hier direkt im Gebuesch. Pappkartons und Nylon, es
sind Behausungen die in jeder Jahrzeiten halten sollen. Von hier brechen
sie jeden Tag auf zur Feldarbeit.
Die Suburbs von San Diego, nur wenige hundert Meter entfernt.
Schon ein Jahr lang lebt er hier, erzaehlt Epifani, die ganze Gruppe ist
aus einem Dorf im Sueden Mexicos gekommen. Den Namen des Heimatdorfes,
Santa Cruz Yukukani, den haben sie mitgebracht.
1,09 STUP RAIMUND LOEW, SAN DIEGO
Bruder Mark hat unter seinen Glaeubigen Kleider und Schlafsaecke gesammelt.
Das hier ist kein Einzelfaell, sagt er. Solche Lager illegaler Arbeiter
gibt es Hunderte in ganz Amerika, und der Kongress will humanitaere Hilfe
bestrafen.
1,25 INSERT MARK SCHROEDER, FRANZISKANERFRATER
Ich bin bereit ins Gefaengnis zu gehen, sollte es tatsaechlich verboten
werden illegalen Einwanderern zu helfen..
Die Meisten hier haben ihre Familien in Mexico, wo ein paar tausend Dollar
ein Vermoegen wert sind.
Mija wuerde gerne zurueck, aber es gibt keine Jobs daheim, so bleibt nur
der gefaehrliche Weg illegal ueber die Grenze, zur Familie, einmal im
Jahr.
Die Gewerkschaften werben fuer eine Demonstration. Den gesetzlichen Mindestlohn
zahlen die meisten Arbeitgeber, aber niemand baut menschenwuerdige Unterkuenfte.
Es soll ein Marsch gegen eine verschaerfte Einwanderungspolitik werden,
sagt er.
Denn zumindest Razzien und Deportationen hat es in diesen Lagern bisher
nicht gegeben.
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