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Irak Studiengruppe beraet,
AJ, 27.11.2006
Wochenlang haben sie mit den hochrangigsten Experten des Landes konferiert.
Praesident Bush wurde ebenso konsultiert wie sein Vorgaenger Bill Clinton.
Und James Baker, der ehemalige Aussenminister, ordnete sogar Gespraeche
mit Vertretern Syriens und des Iran an, die ja von der Regierung gemieden
werden wie die Pest. Seit heute beraet die Kommission, die streng paritaetisch
aus 5 Republikanern und 5 Demokraten zusammengesetzt ist, ueber ihren
Endbericht. Wann genau der fertig sein wird ist offen. Aber die amerikanische
Oeffentlichkeit erwartet richtiggehende Wunder vom Urteil der Waisen in
der vom Republikaner James Baker und dem Demokraten Lee Hamilton gefuehrten
Irak Studiengruppe. Nach Informationen der New York Times wird die Empfehlung
von offiziellen Verhandlungen mit den Nachbarstaaten Iran und Syrien ziemlich
sicher Eingang in den Endbericht finden, trotz der Skepsis im Weissen
Haus. Unklar ist, ob es zusaetzlich auch einen Truppenabzugsplan geben
wird. Einige der 10 Waisen wollen in einem Jahr mit dem Rueckzug der Haelfte
der gegenwaertig 144 000 amerikanischen Soldaten beginnen, als Druckmittel,
damit die Regierung in Bagdad rascher eigene Streitkraefte aufbaut.
Ebenfalls fraglich ist, welche Folgen dieser Bericht tatsaechlich haben
wird. Sowohl im Pentagon als auch im Weissen Haus arbeitet man an eigenen
strategischen Konzepten. Das politische Gewicht der Baker-Hamilton-Studiengruppen
wird zweifelsohne sehr gross sein, ist sie doch mit Vertrauensleuten aus
beiden Parteien besetzt. Aber der Praesident ist frei in seiner Entscheidung,
auf welchen Rat er hoeren will.
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