Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Irak-Auseinandersetzung wird haerter, ZiB 1, 17.11.2005

Der Angriff ist die beste Verteidigung. Nicht nur auf dem Schlachtfeld in einer zunehmend schwierigen Lage folgt die amerikanische Regierung dieser
Devise. Angesichts wachsender Zweifel am Krieg attackiert der Vizepraesident die demokratische Opposition frontal. Die Behauptung der Praesident habe das amerikanische Volk bewusst in die Irre gefuehrt vor dem KRieg, gehoert zu verlogensten Vorwuerfen, die es je gegeben hat, donnert Cheney. Aber dass die Berichte ueber irakische Massenvernichtungswaffen, mit denen die Regierung den Krieg urspruenglich begruendet hat, geziehlt manipuliert waren, das glaubt inzwischen eine Mehrheit der Amerikaner. Die Slogans der Antikriegsbewegung von der Kriegsluege tun ihre Wirkung. Da muss der Praesident selbst im fernen Korea seinem Vize sekundieren. Unverantwortlich seien diese Unterstellungen.Tatsaechlich haben im Kongress die meisten Demokraten den Krieg anfangs unterstuetzt, weil sie der Regierung geglaubt haben, sagen sie heute. Inzwischen verlangen auch die Republikaner klarere Aussagen, wie es eigentlich weitergehen soll im Irak.
So viele schlechte Nachrichten aus dem Irak, das wird fuer das Weisse Haus zunehmend zum Problem. Denn in einem Jahr gibt es
Kongresswahlen, Abgeordnete und Senatoren spueren die Unzufriedenheit ihrer
Waehler und gehen auf Distanz zum Praesidenten. Der Vorwurf an die
Kritiker, dass sie ja urspruenglich auch fuer den Krieg waren, soll helfen,
diese Absetzbewegung zu stoppen.


 

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