Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Irak - Probleme haeufen sich, ZiB 1, 25.11.2006



Seit dem Beginn des Irakkrieges waren nicht mehr so viele zivile Opfer zu begraben, wie in diesen Tagen.
Der blutige Konflikt zwischen schiitischen und sunnitischen Extremisten, der die Hauptstadt Bagdad ins Chaos stuerzt,
droht jetzt auch die von den USA unterstuetzte Regierung des schiitischen Premierministers Maliki zu zerreissen.
dessen Staerkung bisher der Kern der amerikanischen Strategie war.
Aufbau und Training einer irakischen Streitmacht gilt seit langem als das wichtigste Vorhaben der USA. Am Ende werden die irakischen Militaers den Ton angeben, gibt sich dieser AUsbildner noch optimistisch, dann werden wir abziehen koennen.
Aber in Berichten an das Pentagon ist von derartig schwerwiegenden Maengeln die Rede,
dass ein Erfolg kaum denkbar ist.
Allzu oft fehlen schlicht die Uebersetzer. Die amerikanischen Ausbildner koennen sich nicht verstaendigen. Ob die irakischen Gegenueber wirklich Partner sind und nicht doch getarnte Terroristen, ist nie ganz klar. Die sogenannte Ausbildung besteht oft nur aus ein paar Telefonaten.
STAND UP
Die Irakpolitik des Weissen Hauses scheint im Augenblick auf allen Ebenen akut gefaehrdet. Premierminister Maliki, mit dem sich George Bush kommende Woche treffen will (Version 2: wollte) , hat die Kontrolle laengst verloren. Der Aufbau irakischer Streitkraefte scheitert an den religioesen Spannungen und buerokratischer Inkompetenz. Und zu guter letzt hat auch die amerikanische Oeffentlichkeit den Glauben an einen Erfolg verloren.



 

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